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Quiet Quitting im Agribusiness: Wenn erfolgreiche Fach-/Führungskräfte innerlich längst gekündigt haben

Beitrag in der Blog-Serie: 'Stellenwechsel im Agribusiness' einschließlich Heimtier- und Tiergesundheitssektor – mit Dr. Jochen Riebensahm | Riebensahm Agribusiness Recruiting


Quiet Quitting oder eine innere Kündigung kommt selten laut daher.

Keine Eskalation. Kein offener Konflikt.

Und genau deshalb bleibt sie in vielen Unternehmen lange unbemerkt.


Die Zahlen stimmen weiterhin. Kunden werden betreut. Teams geführt. Prozesse laufen scheinbar stabil.

Doch innerlich hat sich etwas verändert:

  • Die Identifikation mit dem Unternehmen geht verloren.

  • Motivation sinkt.

  • Initiative wird reduziert.

  • Verantwortung wird nur noch verwaltet statt gestaltet.


Quiet Quitting; Quelle: KI-generiert (ChatGPT)
Quiet Quitting; Quelle: KI-generiert (ChatGPT)

Was international als „Quiet Quitting“ diskutiert wird, begegnet uns inzwischen regelmäßig in Gesprächen mit Fach- und Führungskräften.


Häufig beginnt Quiet Quitting nach Führungs- oder Eigentümerwechseln

Viele erfahrene Fach-/Führungskräfte waren bisher daran gewöhnt, eigenständig und unternehmerisch zu arbeiten:

  • klare Verantwortungsspielräume

  • Vertrauen statt Kontrolle

  • Fokus auf Markt, Kunden und Ergebnisse


Kurz gesagt: Makromanagement statt Mikromanagement.


Doch mit neuen Vorgesetzten oder neuen Gesellschaftern verändert sich häufig die gesamte Führungslogik.


Plötzlich entstehen:

  • engmaschige Abstimmungen

  • zusätzliche, wenig zielführende Reporting-Strukturen

  • interne politische Kommunikation

  • Freigabeschleifen für operative Entscheidungen

  • Kontrolle statt Vertrauen


Ein Satz, den wir dabei häufig hören:

„Ich verbringe inzwischen mehr Zeit in internen Calls als beim Kunden.“


Wenn die Zahlen stimmen – aber die Zusammenarbeit nicht mehr passt

Mit dem früheren Vorgesetzten funktionierte die Zusammenarbeit vertrauensvoll, effizient und erfolgreich. Entscheidungen wurden schnell getroffen. Verantwortung wurde delegiert. Die Ergebnisse stimmten.


Dann kommt eine neue Führungskraft, es gibt einen Eigentümerwechsel.


Und obwohl Umsatz, Kundenentwicklung und Performance weiterhin stimmen, passt es menschlich und kulturell plötzlich nicht mehr.


Viele Fach- und Führungskräfte erleben dann:

  • zunehmendes Mikromanagement

  • permanente Rechtfertigungsschleifen

  • fehlendes Vertrauen

  • fachfremde Steuerung

  • operative Eingriffe trotz nachweislicher Erfolge


Gerade erfahrene Vertriebler oder Business-Unit-Verantwortliche empfinden es als massive Belastung, wenn sie weiterhin Millionenumsätze verantworten, gleichzeitig aber operative Kleinigkeiten abstimmen müssen.

Aus unternehmerischem Arbeiten wird Genehmigungsmanagement.


Quiet Quitting; Quelle: KI-generiert (ChatGPT)
Quiet Quitting; Quelle: KI-generiert (ChatGPT)

Quiet Quitting betrifft häufig gerade die Leistungsträger

In den meisten Fällen ist Quiet Quitting kein Motivationsproblem.

Oft betrifft es gerade die loyalen, leistungsstarken und verantwortungsbewussten Fach- und Führungskräfte.


Menschen, die über Jahre Unternehmen aufgebaut, Märkte entwickelt und Teams geführt haben.

Bis irgendwann das Gefühl entsteht:

„Meine Erfahrung ist offenbar nicht mehr gewollt.“

„Ich soll Verantwortung tragen, aber nicht mehr eigenständig entscheiden.“

„Ich funktioniere nur noch.“


Dann entsteht selten sofort offene Kündigung.

Sondern zunächst emotionale Distanz.


Quiet Quitting ist oft ein Kultur- und Führungsthema

Nicht jede Situation lässt sich intern lösen.

Manchmal passen neue Führungskultur, Arbeitsweise und eigenes Führungsverständnis schlicht nicht mehr zusammen.


Das ist kein Zeichen mangelnder Anpassungsfähigkeit.

Sondern häufig Ausdruck eines kulturellen Missmatches.


Unser Angebot an Fach- und Führungskräfte im Agribusiness

Seit vielen Jahren begleiten wie Fach- und Führungskräfte aus dem Agribusiness bei beruflichen Veränderungsprozessen – diskret, strukturiert und mit tiefem Branchenverständnis, insbesondere in den Branchen:

  • Nutztier (Tierernährung, Tiergesundheit)

  • Heimtier (Tierernährung, Tiergesundheit)

  • Landwirtschaft

  • Pflanzebau (Saatgut, Dünger,Pflanzenschutz, Biostimulanzien)

  • Agrarhandel

  • Land-/Agrartechnik


Viele Gespräche beginnen nicht mit einem konkreten Wechselwunsch.

Sondern mit Aussagen wie:

  • „Eigentlich hat sich nur die Führung verändert.“

  • „Die Zahlen stimmen — aber ich fühle mich nicht mehr wirksam.“

  • „Ich verbringe mehr Zeit intern als am Markt.“


Genau dort beginnt oft die entscheidende Reflexion.


Ergänzend zu Executive Search und Karriereberatung begleiten wir Fach- und Führungskräfte im Agribusiness heute auch im Bereich Business Coaching — insbesondere in Phasen beruflicher Neuorientierung, bei Führungsherausforderungen oder organisationalen Veränderungen.


Einige unserer Personalberater verfügen zusätzlich über fundierte Coaching-Ausbildungen und begleiten Führungskräfte praxisnah, vertraulich und mit tiefem Verständnis für die Anforderungen im Agribusiness.


Sie möchten vertraulich sprechen?


Nicht jede Veränderung muss sofort erfolgen.

Aber jede gute Veränderung beginnt mit einem offenen Gespräch.


📩  Wenn Sie aktuell das Gefühl haben, innerlich bereits auf Distanz zu Ihrem Arbeitgeber gegangen zu sein, dann melden Sie sich gerne vertraulich bei uns.

Lars Armstroff | Business Lead 'AgTech' | https://rar.tiny.us/LArmstroff

Stefano Pettinella | Business Lead 'Pet, Horse & Apiculture’ | https://tinyurl.com/SPettinella

Michael Witt | Business Lead 'Crop & Finance' | https://tinyurl.com/MichaelWitt

Dr. Jochen Riebensahm | Business Lead ’Livestock & AgTrade’ | https://tinyurl.com/JRiebensahm 

Moritz zu Dohna-Schlodien | Business Lead ’Livestock & AgTrade’ | Moritz zu Dohna


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